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Was es beim Spenden zu beachten gilt

Vor allem in der Weihnachtszeit und direkt nach großen Naturkatastrophen mit vielen tausenden Betroffenen ist die Spendenbereitschaft hoch und der Werbeaufwand der Hilfsorganisationen groß, um einen Teil des Kuchens abzubekommen. Wer unsicher ist, welche Organisation seine Gaben verdient, kann sich im Internet über alle Hilfsorganisationen informieren und welche Projekte sie in welchen Ländern unterstützen.

Langfristiges Engagement

Vor allem in Afrika, Südamerika und Asien setzen sich Hilfsorganisation langfristig für die Bevölkerung ein. Der Aufbau von einfacher Infrastruktur wie einer Teerstraße, Brunnen für die Trinkwasserversorgung und Gebäude für Schulen, medizinische Versorgung und ähnliches dauert ebenso seine Zeit, wie die Ausbildung der Menschen vor Ort z.B. als Lehrer oder Krankenschwestern, oder die Fortbildung in modernen Methoden der Landwirtschaft. Damit die Hilfsorganisationen sich über Jahre hinweg in bestimmten Gebieten einsetzen können, legen sie viel Wert auf sogenannte Fördermitgliedschaften, bei denen die Spender der Organisation einen monatlichen Förderbeitrag zukommen lassen. Ein solches Engagement will also gut überlegt sein. Achten Sie vor der Unterschrift auf die Kündigungsfristen, so dass Sie Ihre Fördermitgliedschaft notfalls schnell kündigen können, z.B. bei Arbeitslosigkeit. Eine besondere Form des längerfristigen Engagements sind sogenannte Patenschaften, bei denen der Spender in einen persönlichen Kontakt zu einem Patenkind in der dritten Welt tritt und mit ihm Briefe austauscht. Das Geld fließt dabei jedoch meistens nicht direkt an das Kind und seine Familie, sondern in Projekte im Wohnort des Kindes.

Akute Hilfe

Gerade bei Naturkatastrophen wird gerne der Anschein erweckt, dass ganz dringend gespendet werden muss um Leben zu retten. Tatsächlich ist es jedoch so, dass eine seriöse Hilfsorganisation über einen gewissen Notstock verfügt, mit dem die erste Hilfe sofort anlaufen kann. Erst nach einiger Zeit werden neue Spenden benötigt um die aufgebrauchten Vorräte zu ersetzen und um längerfristige Aufbauhilfe in den zerstörten Gebieten zu leisten. Daher sollte sich niemand unter Druck setzen lassen, sondern auch bei akuten Katastrophen sorgfältig auswählen, wohin sein Spendengeld gehen soll. Dies gilt vor allem, wenn persönliche Werbung betrieben wird, z.B. an der Haustür oder in Fußgängerzonen, wo Spendensammler mit der Sammelbüchse rundgehen.

Nicht von Emotionen lenken lassen

Jeder kennt die Bilder abgemagerter afrikanischer Kinder mit riesigen Kulleraugen, die um Hilfe flehen. Derartige Bilder werden von vielen Hilfsorganisationen gezielt eingesetzt um das Mitleid der potenziellen Spender zu erwecken. Noch schlimmer sind die gezielt auf Schockwirkung setzenden Bilder von toten oder sterbenden Menschen, von Kriegsbrutalität oder Terror, Seriöse Hilfsorganisationen verzichten sowohl auf Schockeffekte als auch auf Mitleid erregende Kulleraugen. Lassen Sie sich von solchen Bilder nicht emotional manipulieren. Begegnen Ihnen die Bilder an einem Infostand in der Fußgängerzone, notieren Sie sich den Namen und die Internetadresse der betreffenden Hilfsorganisation und gehen Sie im Internet auf Faktensuche. Dabei stellt sich möglicherweise heraus, dass die Bilder einige Jahre alt sind oder aus einer ganz anderen Region stammen.

Das gleiche gilt übrigens auch für Hilfsorganisationen, die von Tür zu Tür ziehen um Spenden zu sammeln: Große seriöse Hilfsorganisationen verzichten auf diese Praxis mittlerweile genauso wie auf unaufgeforderte Telefonanrufe. Lassen Sie sich Namen, Internetadresse und Infomaterial der Organisation geben und wimmeln Sie die Spendensammler mit der Erklärung ab, dass Sie sich zunächst im Internet näher informieren möchten. Schließlich können Sie Ihre Spende dann immer noch online machen.